Was ist die Große Fastenzeit?
Die Fastenzeit ist eine besondere Zeit der geistlichen Vorbereitung auf das wichtigste Fest des christlichen Jahres – die Auferstehung Christi. Vierzig Tage lang geht die Kirche zusammen mit Christus geistlich einen Weg, der an sein vierzigtägiges Fasten und Beten in der Wüste erinnert.
Die Fastenzeit lädt jeden Gläubigen ein, inmitten des alltäglichen Trubels innezuhalten, aufmerksamer auf sein Leben zu blicken und sein Herz erneut Gott zuzuwenden. Es ist eine Zeit der Buße, der inneren Erneuerung und der Stärkung des Glaubens.
Traditionell schenken die Katholiken in dieser Zeit dem Gebet, dem Fasten und den Werken der Barmherzigkeit besondere Aufmerksamkeit. Das Gebet hilft, die Beziehung zum Herrn zu stärken, das Fasten lehrt Selbstbeherrschung und befreit das Herz von allem Überflüssigen, und die Werke der Liebe erinnern uns an den Ruf Christi, dem Nächsten zu dienen.
Für diejenigen, die sich auf den Empfang der Sakramente der Taufe, der Firmung und der Eucharistie vorbereiten, wird die Fastenzeit zu einer Zeit besonderer geistlicher Vorbereitung. In der Osternacht treten sie in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche ein und teilen die Freude über die Auferstehung Christi mit der ganzen Gemeinde.
Für jeden Katholiken ist die Fastenzeit eine Gelegenheit, neu anzufangen, sich mit Gott zu versöhnen, das Sakrament der Beichte tiefer zu erleben und sich würdig auf das Osterfest vorzubereiten.
Die Fastenzeit erinnert uns daran, dass der Weg zur Freude der Auferstehung über die Umkehr des Herzens, das Vertrauen auf Gott und die Liebe zum Nächsten führt. Deshalb lädt uns die Kirche jedes Jahr ein, diese gnadenreiche Zeit für geistliches Wachstum und die Begegnung mit dem auferstandenen Christus zu nutzen.
«Kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen – unter Fasten, Weinen und Klagen» (Joel 2,12).
Antwort basierend auf Materialien von Catholic.com