Meine Heilige Messe

Meine Heilige Messe

Meine Heilige Messe

Autor: о. Антоний Бадура | Symbol. Geste. Wort. | 01.02.1993

Brot

Die am Altar Versammelten vertreten die ganze Menschheit und loben Gott in ihrem Namen. Sie erkennen an, dass Er der Herr und Gebieter der ganzen Welt ist, dass Er der Lebensspender ist und alles, was für unser Leben notwendig ist. Das Symbol der Güte und Freundlichkeit Gottes ist das Brot. Dieses Brot – die Frucht der Erde und der Arbeit menschlicher Hände – bringen wir dem himmlischen Vater als Opfer dar.

Im Namen aller Menschen, die arbeiten, damit die Erde Brot hervorbringt, und im Namen aller, die es essen werden, danken wir Gott. Wir bitten Ihn auch, dass Er dieses Stück unserer Arbeit, diesen Teil unseres Lebens in die für das geistliche Leben notwendige Nahrung verwandeln möge.

Wein

Der Sinn der Opfergabe des Weins ist derselbe wie der der Opfergabe des Brotes: Wir beten Gott an für Seine Güte. Der Wein befindet sich im Kelch, und der Kelch ist in der christlichen Tradition ein Symbol für Leiden, Schmerz und Unglück.

Wir erheben zu Gott den Kelch, der mit Leiden gefüllt ist – mit unseren Leiden, denen unserer Nächsten, aller Menschen. Wir bitten, dass der Herrgott ihn verwandeln möge, damit das Leiden für uns zu einer Quelle der Kraft wird, so wie auch die Leiden Christi eine Quelle der Kraft für die ganze Welt waren und sind.

In den heiligen Messen werden das Brot, das während der Eucharistie zum Leib Christi wird, und der Wein, der zum Blut wird, von den Gläubigen in einer feierlichen Prozession zum Altar gebracht.

Das Brot ist ein Symbol des Lebens. Der Kelch ist ein Symbol des Leidens, des Schmerzes, des Todes. Zwei einfache Zeichen enthalten das Wesen unseres vergänglichen Lebens. Während der Gabenprozession singen alle Menschen ein Lied, das für den Augenblick der Opfergabe bestimmt ist.

Katholischer Bote

Ausgabe: Februar 1993

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